3. Bundesländertagung in St. Pölten

November 19, 2019

Am Montag, den 18.11.2019, wurden die „Qualitätsstandards für die stationäre Kinder- und Jugendhilfe“ im Rahmen einer Fachtagung an der FH St. Pölten einem breiten Fachpublikum aus Niederösterreich, Wien und dem Burgenland vorgestellt. Mehr als 100 Personen nahmen an der Fachtagung teil, die von der FH St. Pölten, AK Noah, der Plattform Privater Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen der Vollen Erziehung in Niederösterreich, Rettet das Kind NÖ, SOS Kinderdorf und FICE Austria veranstaltet wurde.

Von links nach rechts: Christine Schmid (FH St. Pölten), Clemens Klingan (SOS Kinderdorf), Christine Haselbacher (FH St. Pöten), Herbert Siegrist (AK Noah), Monika Franta (Rettet das Kind NÖ), Christian Posch (FICE Austria), Bettina Terp (FICE Austria) und Monika Lengauer (FICE Austria) © Rettet das Kind NÖ

 

Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Christine Haselbacher, Leiterin des Departments Soziales der FH St. Pölten, und Monika Franta, Geschäftsführerin von Rettet das Kind NÖ, die betonte, dass es ein wichtiger Referenzrahmen zur Selbstreflexion und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, Qualität der Arbeit für die Kinder vergleichbar, überprüfbar und nachvollziehbar zu gestalten.

 

Monika Lengauer von FICE Austria und Mitautorin der Qualitätsstandards, präsentierte Hintergründe und Ziele rund um die Entwicklung der Qualitätsstandards. Stephan Sting, Professor für Sozial- und Integrationspädagogik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, erklärte in seinem Vortrag, warum Qualitätsstandards als Medium der Qualitätsentwicklung in stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen wichtig sind.

 

Nach einer Präsentation der Qualitätsstandards in Form eines Marktplatzes gab es eine abschließende Podiumsdiskussion mit VertreterInnen von sozialpädagogischen Einrichtungen, der Volksanwaltschaft und der FH St. Pölten sowie mit der NÖ Kinder- und Jugendhilfelandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und der Präsidentin der FICE Austria, Bettina Terp.

 

Zum Abschluss verwies Christian Posch, Präsident der FICE Austria, auf weitere wichtige Schritte in der Qualitätsentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe: Überlegungen und Maßnahmen, wie die Standards in Aus- und Fortbildungen umgesetzt werden können, seien wesentlich, damit die Standards tatsächlich bei den betreuten Kindern und Jugendlichen ankommen. Nicht zuletzt würden zur Zeit noch keine österreichweiten Prozessstandards für aufsuchende Familienhilfen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sowie für die Begleitung von Pflegefamilien vorliegen.  

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